Spätlese trocken

Mein kleiner Horizont

*** Kreißsaal – die zweite! *** 4. März 2012

Einsortiert unter: Neues aus der Villa Huhn — Frau Spätlese @ 10:54
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Ich hab Euch ja schon von unserem Pech beim Brutversuch im letzten Jahr erzählt. Wir haben ganz viel und oft darüber nachgedacht und ein paar Strategien entwickelt, um bei einem erneuten Brutversuch alles besser zu machen.

Wir haben also aus den Fehlern schon ein bisschen gelernt! Deswegen haben wir uns nun dieses Jahr riesig gefreut, dass erneut eine Henne sich an das große Wagnis gemacht hat und brüten wollte. Dass sie das nun bei -20°C angefangen hat, hat uns zwar etwas irritiert. Aber was soll’s. Des Huhnes Wille . . .

Blöderweise waren es nicht nur -20°C sondern auch noch eine Zeit, in welcher die Hühner auch noch schlecht Eier legen. Wir haben sage und schreibe nur sechs Eier auftreiben können. Haben diese ordnungsgemäß vorbereitet. Und zack, fällt mir eines aus der Hand. Na toll. Blieben nur noch fünf. Aber auch egal. Wenigstens fünf.

Ihr seht, wir steigen in die großindustrielle Hühnerzucht ein. ;-)

Dieses Jahr hat unser Hühnchen also zum besseren Komfort einen eigenen Raum bekommen, mit offener Tür, so dass es selber über Ausgeh- und Fresszeiten entscheiden konnte. Es stand eigenes Futter im Raum (nur Weizen – kein Weichfutter). Und die Spannung stieg mit jedem Tag.

 

Kreißsaal

Kreißsaal

 

Dann, am Donnerstag Morgen, als ich zum Saubermachen in den Stall kam, wunderte ich mich, was denn da im Nest lag . . .  bis ich es als Küken erkannte. Ein Küken – Hurra ein Küken. Schnell den Hausherren geholt um ein Beweisphoto zu machen. Als wir wiederkamen, war das kleine Küken schon brav versteckt im Gefieder der Mama.

Ist es nicht süß?

 

Kueken-1

Kueken-1

 

Nun blieben noch 4 Eier. Wir warteten und warteten. Eine Stunde, zwei Stunden. Bis zum Mittag, bis zum Abend. Nichts. Am nächsten Morgen öffnete ich die verbliebenen vier Eier – sie waren unbefruchtet.

Unsere Glucke hat also sage und schreibe 1 (ein) Küken zum behüten. Aber sie nimmt ihre Aufgabe ernst und ist eine gute Mama.

Und hier ist unser kleines Ziehkind beim Fressen.

 

Kueken-2

Kueken-2

 

Ich bin dann mal jetzt im Stall. Fortsetzung folgt . . .

 

*** Frau Spätlese on Tour *** 3. März 2012

Einsortiert unter: allgemein gesagt,Lebenslust — Frau Spätlese @ 15:53
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Gestern bekam mein kleines Bleifüßlein mal wieder die Gelegenheit zum Auslauf. Ich sage Euch was: die deutschen Autobahnen sind ein Schauspiel, welches man sich ab und zu einmal gönnen sollte. Sie sind amüsant (Oha – sooo schnell kann so ein kleines Auto fahren?). Sie sind spannend (so vollbepackt und so dreckige Scheiben – kriegt der überhaupt noch mit, dass es auch andere Verkehrsteilnehmer gibt als ihn?). Und deutsche Autobahnen sind lehrreich.

Deutsche Autobahnen lehren einen zum Beispiel Respekt vor kleinen weißen Lieferwagen. Achtung: sehr schnell und sehr risikofreudig. Was nicht immer belohnt wird, wie man an den vielen Beulen sieht. Weiße Lieferwagen sind in den meisten Fällen so schnell, dass sie plötzlich links neben einem auftauchen und man denkt nur: Oups – wo kommt der denn her?

Gestern gelernt und auch ganz wichtig: Orangefarbene Lieferwagen sind noch schlimmer als weiße!

Dann die unterschiedlichen Fahrertypen. Da gibt es den Konstantfahrer. Der setzt sein Tempomat auf 130 und fährt. Und fährt das auch auf der ganz linken Spur. Und schimpft auf die Idioten, die ihn von rechts überholen.  Sehr zur Freude der hyperschnellen Mercedes- und BMW-Fahrer, von denen man sowieso immer nur die Rücklichter sieht. Dann gibt es den unentschlossenen Fahrer. Den unentschlossenen Fahrer erkennen Sie daran, dass er urplötzlich vor Ihnen auftaucht, weil er mit sachten 110 vor sich hindümpelt. Wenn er nun merkt, dass Sie zum Überholen ansetzen (Hallo – das ist eine Autobahn!) dann gibt er Gas. Im Endeffekt kachelt er mit 180 hinter Ihnen her, um zu beweisen, dass es gar nicht nötig war, ihn zu überholen.

Aber und jetzt kommen wir zum Eigentlichen, nämlich zum fahrenden Lehrer. Der fahrende Lehrer sitzt häufig in einem Mittelklassewagen. Hier ist kein besonderer Typ bevorzugt und Sie erkennen ihn ganz leicht. Egal wann und wo Sie fahren. Es gibt auf djeder Autobahnfahrt immer mindestens einen Lehrer!

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie fahren auf einer dreispurigen Autobahn, es ist nicht wirklich viel Verkehr. Die üblichen LKW reihen sich in mehr oder weniger großen Abständen auf der rechten Spur und Sie haben eine optimale Geschwindigkeit gewählt, welche es Ihnen erlaubt, auf der Mittelspur zügig einen LKW nach dem anderen zu überholen. Gelegentlich tauchen andere Pkw auf, welche entweder von Ihnen überholt werden oder aber welche Sie überholen. Alles schick soweit. Aber dann.

Zuerst sehen Sie irgendwo ganz hinten im Rückspiegel einen Pkw. O.K. Sie richten sich darauf ein, irgendwann demnächst überholt zu werden. Kein Problem damit. Es ist ja auch alles frei.

Beim nächsten Blick in den Rückspiegel ist das Auto weg. Hä? Da war doch gar keine Abfahrt. Ist er so schnell, dass er schon neben Ihnen ist? Kurzer Check – natürlich nicht.

Hmm?

Ein erneuter Blick in den Rückspiegel zeigt Ihnen den Pkw, wie er schwups in der rechten Spur verschwindet. Zwischen zwei Lkw. Langsam formt sich ein ‚Aha’ in Ihrem Hirn und sie schauen von nun an häufiger in den Rückspiegel. Ich sagte ja – Schauspiel.

Und so sehen Sie den Pkw in schöner Regelmäßigkeit aus der rechten Spur kommen, einen Lkw überholen und wieder brav nach rechts einbiegen.

Bis er dann bei Ihnen ist. Denn der Lehrer hat 1. Wie wir alle in der Fahrschule gelernt, dass nach dem Überholvorgang wieder rechts zu fahren ist. Dieses wendet er nun 2. auch immer konsequent an. Außerdem möchte er 3. dass alle anderen es genauso tun. Weswegen er Ihnen 4. dass alles noch einmal ganz genau demonstriert. Und notfalls 5. unter Verzicht auf sämtliche Sicherheitsvorschriften.

Jetzt ist der Lehrer also bei Ihnen. Sie zockeln mit 140 brav auf der Mittelspur und sind der Meinung, dass es keinen Sinn macht, jetzt nach rechts zwischen die 2 Lkw zu fahren. Sie müssten ja ohnehin gleich wieder raus.

Nicht so der Lehrer. Nachdem dieser brav den letzten Lkw überholt ordnet er sich demonstrativ rechts ein, um schon mal zu zeigen, dass er weiß, wie es zu gehen hat. Dann gibt er soweit Gas, das er plötzlich rechts auf gleicher Höhe mit Ihnen fährt. Heißt: ‘Siehst Du, ich bin schneller als Du!’

Dann lässt er sich kurz  zurückfallen und schert sofort wieder aus. Fährt Ihnen bis zum Direktkontakt an die Rücklichter, blinkt, schert im perfekten rechten Winkel auf die ganz linke Spur um sofort in dem Moment, in welchem seine Rücklichter auf Höhe mit Ihren Scheinwerfern sind, sofort im erneuten perfekten rechten Winkel vor Ihnen wieder einzuscheren. Auf den Sicherheitsabstand darf hier zu Demonstrationszwecken gerne verzichtet werden. Aber nicht nur das, er setzt erneut den Blinker, um auch gleich die ganz rechte Spur zu erobern. Genau zwischen zwei Lkws. Und sie können die Sprechblase über seinem Auto geradezu sehen, in welcher er Ihnen mitteilt: ‚Siehst Du, SO wird das gemacht.

Habe ich erwähnt, dass er natürlich sofort wieder auf die Mittelspur muss, um dem Lkw nicht auf die Hacken zu fahren? Aber er war rechts! Er hat es gemacht wie gelernt. Nach dem Überholen sofort wieder zurück in die rechte Spur. Toll!

Dann haben Sie noch ein bisschen Schauspiel, bis der Lehrer, jeweils nach links und rechts hüpfend hinter der nächsten Biegung verschwunden ist.

Und wie fahren Sie so?

 

*** Freitagstextergewinnerverkündigung *** 29. Februar 2012

Einsortiert unter: Freitagstexter — Frau Spätlese @ 13:33
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Ganz am Anfang natürlich wieder vielen, vielen Dank für die tollen Kommentare. Jeder von Euch hat es geschafft, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Danke dafür.

Nun einen kleinen Moment, ich rolle kurz das Treppchen rein . . . uff – ganz schön schwer das Teil!

Nun zur Siegerehrung:

So, so, liebes Publikum. Ihr habt also Euren Liebling gekürt . . .

. . .

. . . also geht der Publikumspreis an das Bee! Herzlichen Glückwunsch!

*

Jetzt aber wirklich zur Siegerehrung:

Auf Platz 3 hieve ich ganz einfach mal Frau Dinktoc für ihren ‘Google Airview’.

Platz 2 vergebe ich an die Testsiegerin für ihren Kommentar ‘Sicher, dass das hier der Mond ist?’

Und mit Platz 1 ehre ich . . . tadaaa . . .

. . . das bee für seinen Kommentar ‘Als gelernter DDR-Bürger besteht Bundespräsident Gauck auf seine eigene Flugbereitschaft.’ ;-) Herzlichen Glückwunsch!

Am kommenden Freitag geht es also hier weiter.

 

*** Entzugserscheinungen *** 28. Februar 2012

Einsortiert unter: allgemein gesagt — Frau Spätlese @ 19:15
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Oder: Sieben Wochen ohne!

Nicht was Ihr denkt. Echt jetzt. Frau Spätlese nimmt wie jedes Jahr die Fastenzeit zum Anlass, ihren Willen zu trainieren. In den letzten Jahren verzichtete sie auf das Gläschen Wein am Abend ebenso wie auf das Verdauungsschnäpschen nach dem Mittag und auf die vorbeugende Ingwermedizin . . . Das war alles kein Problem, Frau Spätlese konnte sich auch prima an einem Glas heißen Apfelsaft festhalten, während ihre Leber auf Fronturlaub war.

Letztes Jahr wurden der Hausherr und Frau Spätlese übermütig und setzten zusätzlich zum Alkohol auch sämtliche Süßigkeiten auf die Liste. Das erwies sich als völlig bekloppt – weil sie nun jeden Mittag endlos Diskussionen ausfochten, ob Nachspeise zu ‘sämtliche Süßigkeiten’ gehört. Und sie saßen an unserem Hochzeitstag im Restaurant ohne ein Glas Wein und ohne Dessert . . .  Dieses Jahr wurde das folglich konkretisiert auf: gekaufte, industriell hergestellte Süßigkeiten. Das heißt, wenn der Hausherr seine Frau Spätlese irgendwann mal irgendwohin lecker zum Abendbrot ausführen sollte (*ganzheftigmitdemzaunpfahlwink*) dann darf sie dort auch das Dessert probieren.

Soweit so gut.

Dieses Jahr ist Frau Spätlese aber nun komplett dem Größenwahn erlegen und verzichtet in den kommenden Wochen auf: Alkohol – gekaufte, industriell hergestellte Süßigkeiten - UND auf Tadaaaa: Kaffee!

Mwaaahaaa.

Kaffee . . . .

Nachdem Frau Spätlese sich die ersten drei Tage mit Dauerkopfschmerz rumplagte, der sich anschließend auf die Hüften und jetzt runter zu den Knien bewegt, trinkt sie brav Kräutertee, Wasser, Kräutertee, heißen Apfelsaft und Kräutertee. Außerdem hat sie nun quasi keinen Blutdruck. Zumindest keinen nennenswerten. Jetzt könnte man meinen, so eine ‘Quasiruhigstellung’ hätte ja auch was gutes und sie wäre nun geradezu prädestiniert mit geradezu unerschöpflicher Ruhe mit dem Kronsohn die Hausaufgaben abzuarbeiten.

Weit gefehlt.

Während der Krohnsohn mit Hingabe durch ihr nun sehr zartes Nervengerüst turnt und sie hingebungsvoll an ihrem Kräutertee nippelt zieht vor ihrem inneren Auge  eine endlose Parade von Kaffeespezialitäten vorbei. Capuccino lässt sich von Latte Macchiato ablösen, welcher von Espresso verfolgt wird . . . Schnell noch einen Schluck lecker Kräutertee!

Und erst im Büro . . . da geht das Leiden weiter . . . bei Kräutertee . . . leise zählt Frau Spätlese die verbleibenden Stunden bis zum Ende von ‘sieben Wochen ohne’

Beileidsbekundungen bitte über die Kommentarfunktion.

 

*** Freitagstexter *** 24. Februar 2012

Einsortiert unter: Freitagstexter — Frau Spätlese @ 11:30
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Es ist wieder so weit. Here we go.

 

Da hier zur Zeit alles ein bisschen improvisiert abläuft . . .

. . . hier eine Kurzfassung.

Ganz vielen lieben Dank an die Alte Saeckin, die mir freundlicherweise ein Bild aus ihrem Fundus überlassen hat.

Ganz vielen lieben Dank auch an Markus, der sich ganz doll Mühe gibt, dranzubleiben iund alle Gewinner hier auflistet.

So, jetzt aber . . .

Freitagstexter-2012-02-24

Freitagstexter-2012-02-24

 

Ihr seid wie immer herausgefordert, zu diesem Bild möglichst zahlreiche, möglichst humorvolle Kommentare abzugeben.Dieses dürft Ihr bis einschließlich Dienstag, den 28. Februar um 23:59 Uhr tun. Anschließend werde ich am Mittwoch den Sieger küren.

Fragen? Keine! Ach so: Zu klein? Guckst Du hier in groß!

Also – auf die Plätze fertig los -  an die Federkiele. Ich wünsche Euch und mir viel Spaß.

 

*** Des Huhnes Ende*** 22. Februar 2012

Einsortiert unter: Literatur? — Frau Spätlese @ 11:17
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Langsam fallen weiß die Flocken,

still duckt sich das Haus im Frost.

Der Schornstein atmet grauen Rauch.

Sacht fällt eine letzte Feder.

*

Zartweißer Schnee verhüllt die Welt.

Aus den Fenstern dringt kein Licht.

Trügerische Düfte wabern.

Auf dem Hackklotz glänzt das Blut.

*

Draußen makelloses Wunder,

drinnen klappert ein Besteck.

Rühr noch einmal schnell die Soße,

Ach was lieb ich Frikassee.

*

Beil

Beil

 

*** Das Leben geht weiter *** 21. Februar 2012

Einsortiert unter: allgemein gesagt — Frau Spätlese @ 12:50
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Langsam wird die Watte im Kopf etwas weniger. Der Alltag fängt einen langsam aber sicher wieder ein. Zwar hat man immer wieder mal plötzlich eine Erinnerung, ein Bild im Kopf und Tränen in den Augen. Aber man fügt sich dem Tagesfluss.

Die Tiere wollen gefüttert und versorgt werden und machen uns auf ihre Weise Spaß – genügend um ausführlich darüber zu berichten. Der Kronsohn muss in der Schule lernen und zu Hause Hausaufgaben machen. Und während man sich durch seine Englischhausaufgaben kämpft bleibt kein Raum für etwas anderes. Und das Büro freut sich auch, wenn es mit der ganzen Arbeit nicht allein dasteht. Irgendjemand muss den Kram da ja erledigen. Wer, wenn nicht wir?

Wir hatten glücklicherweise die Enten am letzten Montag schon aus dem Hühnerhaus gelassen, so dass sich diese wieder frei auf dem Hof bewegen konnten. Die Kälte war ja glücklicherweise überstanden.

Und an dieser Stelle knüpfe ich dann einfach mal wieder an.

Jetzt aber: Wieder zurück an die Arbeit!

edit:

Und im Übrigen ist heute der Tag im Jahr, bei dem egal ist, ob man ihn von vorn oder von hinten liest! Nämlich 21022012! So, das wollte ich noch sagen, heute.

 

*** Stille *** 14. Februar 2012

Einsortiert unter: allgemein gesagt — Frau Spätlese @ 18:05
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Wenn ein Mensch für immer geht, hinterläßt er eine Lücke.

*

Willst Du ihn noch einmal sehen? Werde ich gefragt. Er sieht aus, als ob er schläft. Ein wenig bleich vielleicht. Ruhig. Kein mühsames Ringen nach Luft.

*

Ich streichele seinen Arm. Und lerne zu vergeben.

*

Neben mir weint seine Frau.

*

Als wir das Haus verlassen, stehen dort die Stühle, die wir Kinder ihnen im letzten Sommer zum 50. Hochzeitstag geschenkt haben.

*

Still.

*

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*** Spuren im Schnee *** 12. Februar 2012

Einsortiert unter: allgemein gesagt,Stockenten — Frau Spätlese @ 20:56
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Von Wolfram inspiriert:

Spuren

Spuren

 

Die Spuren sind zwar schon etwas älter (sie stammen aus dem Dezember 2011) haben aber einen Platz in meinem Herzen.Und außerdem sieht es zur Zeit gerade wieder genauso weiß aus, da draußen.

Hach ja. Nur, dass die Verursacher derzeit so gnadenlos im Stall eingesperrt sind . . .

 

*** Ende des Härtetest’s *** 10. Februar 2012

Einsortiert unter: Stockenten — Frau Spätlese @ 14:46
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Heute mal wieder ein kleines Lebenszeichen von unseren Enten.

Diese haben nun ausgiebig unter Hoch Dieter zu leiden gehabt. -20°C sind auch für halbwilde Stockenten trotz feinster Daunenbefederung nicht wirklich angenehm. Je länger die Kälte andauerte umso ‘unbeweglicher’ wurden unseren Enten. Während sie sich zur Nacht auf die kleine eisfreie Stelle des Teiches begaben, um diese mit ihren Bewegungen halbwegs offen zu halten und so in Sicherheit vor angreifenden Räubern zu sein (Welche/r Katze / Marder / Fuchs springt schon gern in ein Wasserloch?) wechselten sie sofort bei Tagesanbruch und offensichtlicher Bewegung bei uns im Haus an die geschützte Nordseite des Hauses um dort im Schutz der umherwuselnden Menschen Schlaf nachzuholen und wenigstens ein bisschen aufzuwärmen.

Wir haben uns das 2 Nächte lang angeschaut – und beschlossen, so geht es nicht weiter. Am zweiten Morgen sahen die Ärmsten schon fast ein wenig vereist aus.

Dann war es soweit. Wir empfanden, dass unsere 10 kleinen Entenfreunde genug gegen die Kälte gekämpft hatten und planten den Bezug des Hühnerhauses.

Jetzt bekomm’ aber mal einer dieses halbwilde Entenpack aus dieser Freiheit:

Enten-1

Enten-1

in einen abgesperrten Stall. Selbst mit Futter in der Hand gelang es nur maximal fünf von ihnen ins Hühnerhaus zu locken. Der Rest blieb vorsichtigerweise draußen. Und spätestens beim langsamen Gang Richtung Tür waren auch die fünf wieder draußen . . .

Es blieb also nur eines: die Schnabelvariante. Da unseren kleinen aber verfressenen Freunde glücklicherweise auch aus der Hand fressen (in Zukunft muss ich, glaube ich, wahrscheinlich ‘fraßen’ sagen :-( ), boten wir ihnen Futter in der Hand an, hielten dann ihren Schnabel fest und konnten so vorsichtig die ganze Ente greifen.

Gemein.

Aber der einzige Ausweg.

Das klappte mit jeder gefangenen Ente schwerer und die beiden letzten kamen nicht mehr auch nur ansatzweise in unsere Nähe. Da war es aber schon dunkel und die Temperatur schon wieder bei -15°C.

Nur 2 Enten bei diesen Temperaturen in einem so kleinen Wasserloch – keine Chance. Es blieb uns nur, jetzt ganz gemein zu werden und mit Nachbars und eines Netzes Hilfe auch noch die beiden letzten zu bergen.

Noch gemeiner.

Aber es hat geklappt.

Enten-2

Enten-2

Jetzt hören wir uns also seit Tagen in schöner Regelmäßigkeit (beim Füttern und wenn wir ihnen einen ausgiebigen Besuch abstatten) ihr vorwurfsvolles  Geschnatter-Gemecker an. ;-)

Nun geht es Ihnen aber zwischenzeitlich auch wieder gut. Auch das Pfeifen des einen Erpels beim Atmen hat nachgelassen. Wir denken, wir werden keinen verlieren.  Was wir vorerst aber mit Sicherheit verloren haben, ist das Vertrauen, welches diese zehnköpfige Bande in uns (und unseren Futtereimer) gesetzt hat.

Am kommenden Wochenende soll nun diese Frostphase vorbei sein. Es sind wieder mildere Temperaturen in Aussicht. Der Hausherr ist schon dabei, mittels Luftpumpe eine große freie Fläche im Teich zu schaffen. Dann werden wir unsere kleinen gefiederten Freunde wieder in die Freiheit entlassen. Wir werden ganz einfach, nachdem wir eine ganze Weile bei Ihnen gesessen haben, die Türe öffnen und sie nach Belieben herausspazieren lassen.

Und dann wird es spannend . . .

 

 
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