Spätlese trocken

Nicht mehr ganz jung – aber auf keinen Fall süß!

*** Qualitätskontrolle Lebkuchen *** 13. Dezember 2011

Einsortiert unter: Küche & Co,Lebenslust — Frau Spätlese @ 08:04
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Für alle diejenigen, welchen es nicht möglich ist, sich ein Stückchen von dem leckeren Lebkuchen aus unserem Hausanschlussraum vom oberen Schrank zu holen. ;-)

Für 1 Blech benötigt Ihr:

250 g Honig
125 g Zucker
125 g Sirup
125 g Butter

Dieses musst Ihr erwärmen, bis es eine ‚Suppe’ ist (nicht zu heiß und auf keinen Fall
kochen) & anschließend auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

750 g Mehl
1 Esslöffel Kakao
1 Ei
1 Päckchen Lebkuchengewürz

Diese trockenen Zutaten tut Ihr in eine große Schüssel und anschließend die abgekühlte Masse mit Ei dazu und dann langsam einarbeiten.

5 g Pottasche & 5 g Hirschhornsalz in etwas Rum auflösen

Auch dieses unter die Masse verrühren & kneten

Und jetzt alles kneten, kneten, kneten und nochmals kneten. Je mehr und besser Ihr knetet umso homogener wird die Masse.

Lebkuchenteig

Lebkuchenteig

Nun könnt Ihr alles eine Nacht im Kühlschrank. Zwei schaden aber auch nix. So zieht es gut durch.

In der Zeit macht Ihr Euch auf die Suche nach Quittenmarmelade und Marzipan – welches Ihr beides für die Füllung braucht. Pech für Euch, dass Ihr an die weltbeste Quittenmarmelade der Schwiegermutter auch nicht kommt – da müsst Ihr jetzt kreativ sein und einen passenden Ersatz finden. (Mehr cremig als wässrig und nicht zu süß!)

Dann kommt der fisselige Teil der Übung.

Die kalte Masse müsst Ihr am nächsten Tag wieder warm kneten – damit Ihr sie ausrollen könnt. Ihr müsst aus dieser Masse 2 Teile ausrollen. Jedes 4 mm dick in Backblechgröße.

Nun schichtet Ihr die Geschichte wie folgt auf das Backblech:

Zuerst 4 mm Lebkuchen dann die Füllung wie folgt:

Anschließend Marzipan dünn ausrollen
obendrauf 450g Quittenmarmelade

dann wieder 4mm Lebkuchen
Wir backen das Ganze backen bei 160°C bis 170°C Dauer 25 min
Wobei ich darauf hinweisen muss, dass das IMMER ofenabhängig ist. Greift also bitte immer auf Eure Erfahrungswerte mit Eurem eigenen Herd zurück.

Ganz wichtig: Nach dem Backen IM geschlossenen Ofen auskühlen lassen – damit er nicht zusammenfällt.

Nun tütet Ihr den Lebkuchen ein und lasst ihn 10 Tage ruhen (und haut allen auf die Finger, welche so frech sind, da vorher schon von zu naschen!)

Jetzt kommt der leckerste Teil der ganzen Aktion: Das Schokolieren!

Nehmt bitte Edelkuvertüre und verdünnt sie je nach Gusto mit Kakaobutter – je nachdem wie dick Ihr die Schokoschicht haben wollt. Das Mengenbedürfnis hierzu lässt sich ganz, ganz schwer abschätzen. Das hängt nämlich von der Art der Kuvertüre und von der Menge der verwendeten Kakaobutter ab. Wir persönlich haben gestern (wegen dieser Mengenangabe konnte ich den Artikel erst heute schreiben – sonst kauft Ihr nachher einen Pack Kuvertüre und schimpft mit mir, dass der nicht im Geringsten reicht) nämlich 3 Packen Kuvertüre (je 150 g) mit 1 gehäuften Esslöffel Kakaobutter vermenguliert (nach dem Schmelzen natürlich) und haben nur die Hälfte der Würfel schokolieren können. Heißt also: noch einmal 3 Packen kaufen . . .

Dann darf eine Vertrauensperson Eurer Wahl (sie sollte sehr, sehr satt sein) den Lebkuchenteig in Dominostein-übliche Größe schneiden – und die einzelnen Würfel in die Kuvertüre tunken (welche Ihr selbstverständlich nach Anleitung erst erwärmt, dann abgekühlt und anschließend wieder auf die angegebene Temperatur erwärmt habt. – Habt Ihr doch – oder?)

Dominosteine

Dominosteine

Jetzt noch erkalten und fest werden lassen und gut vor dem Rest der Familie an einem nur Euch bekannten Ort verstecken.

So dass Ihr in der Advents- und Weihnachtszeit immer ein kleines Leckerli zur Hand habt.

Kurzer Tipp am Rande: Es ist wirklich gut, die Kuvertüre so dünn wie möglich aufzutragen – sonst wird das nämlich zu süß und zu mächtig und man mag die Dinger nicht wirklich gern essen. Aber so eine dünne, dünne, dünne knackige Kakaoschicht und darin der Lebkuchen mit der saftigen Marzipan/Marmeladeschicht – hmmmm . . . *MomentichmussmalkurzandenSchrankgehen-Qualitätskontrolle . . .*

 

12 Responses to “*** Qualitätskontrolle Lebkuchen ***”

  1. Thanks. Inzwischen haben wir auch welche gebacken. Leider ohne die gute Quittenmarmelade und den Marzipan. Vielleicht koennte ich ja auch Johannisbeermarmelade nehmen. Nochmals, Danke fuer das Rezept. Geht mit.
    Kirsten

  2. Silberdistel Sagt:

    Oh, lecker. Dann weiß ich ja jetzt, was ich fast sofort zu tun habe. Und ich hab’ sogar noch Quittenmarmelade – von meiner Kollegin, die auch ganz wundervolle Quittenmarmelade macht (sie wird ja wohl nicht Deine Schwiegermutter sein ;-) ).

  3. Frau Spätlese, ich hätte dann gern mal die Postanschrift, damit ich einen frei gemachten Karton losschicken kann. Sonst ist das Zeugs nie vor Weihnachten hier… :-)

  4. Stylons Sagt:

    Yeeeeeeeah!!!!

    Ich freu mich so :)

    Aber ein bisschen aufgeregt bin ich auch, mal sehen ob es gelingt!

    Danke, danke, danke :D

  5. Stylons Sagt:

    So!
    Es ist offiziell: Ich kann Schokolieren nicht leiden :D
    Am liebsten war mir der Teil, als ich die Aprikosenmarmelade auf den Teig gemacht hab. Du das Ausrollen war eigentlich gar nicht sooo schwer, musste nur etwas friemeln, um den Teig dann, ohne zu reißen, aufs Blech zu bekommen.

    Du hast die Dominosteine ja aufgespießt nach dem Schokolieren, ich hatte sie auf eine große Plastefolie gelegt, so kann man sie am nächsten Tag ganz leicht ablösen ohne, dass sich Schokolade ablöst und man umgeht auch das kleine Loch vom Spieker ;)

    Werde heute abend mal kosten, aber am meisten gespannt bin ich auf die Bewertung meiner Mutter (werde behaupten ich hätte sie aufm Weihnachtsmarkt gekauft, dann ist sie ehrlichen :D ).
    Danke, danke, danke nochmal und mach dir ein wunderbares Weihnachtsfest mit der Familie!

    Grüße aus Berlin,
    Bianca

  6. Elshalom Sagt:

    die idee mit dem zahnstocher ist knorke. aber was ist das für ein material, in das du diese zahnstocher piekst?


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